{"id":1051,"date":"2017-07-10T14:33:51","date_gmt":"2017-07-10T13:33:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.adrianheine.de\/?p=1051"},"modified":"2017-07-10T14:33:51","modified_gmt":"2017-07-10T13:33:51","slug":"erste-gedanken-zum-g20-gipfel-in-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.adrianheine.de\/?p=1051","title":{"rendered":"Erste Gedanken zum G20-Gipfel in Hamburg"},"content":{"rendered":"<p>Ich war die letzten Tage in Hamburg bei den Protesten gegen den G20-Gipfel. Bevor ich mir zu viel angucke und durchlese m\u00f6chte ich erstmal ein kurzes, sehr subjektives Fazit schreiben, in dem ich mich nur auf meine Beobachtungen und Eindr\u00fccke vor Ort beziehe.<!--more--><\/p>\n<p>Aus meiner Perspektive f\u00fchlen sich die Aktionen wie ein gro\u00dfartiger Erfolg an. Ich beziehe mich bei dieser Bewertung auf vier zentrale Punkte, die erreicht wurden:<\/p>\n<ol>\n<li>\n<p>Es wurde gezeigt, dass ein solcher Gipfel nicht ungest\u00f6rt durchgef\u00fchrt werden kann, erst recht nicht in einer deutschen Gro\u00dfstadt. Der Alltag in weiten Teilen von Hamburg kam wegen der Sicherheitsvorkehrungen f\u00fcr mehrere Tage zum Erliegen. Dennoch konnte der Beginn des Gipfels am Freitag um 2 Stunden verz\u00f6gert werden, und die Veranstaltung in der Elbphilharmonie ebenso. Damit wurde nicht nur die Ank\u00fcndigung der Protestorga wahr gemacht, sondern im Endeffekt auch die Einsch\u00e4tzung der Polizei best\u00e4tigt.<\/p>\n<li>\n<p>Es wurde gezeigt, dass die deutschen Polizeien mit all ihren geb\u00fcndelten Ressourcen an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden k\u00f6nnen. Wie auch im Wendland reichten daf\u00fcr im wesentlichen viele und entschlossene Menschen. Am Freitag gelang es der Polizei wiederholt selbst mit massivem Material- und Personalaufwand nicht, Menschenstr\u00f6me aufzuhalten. An anderen Stellen war deutlich, dass die Polizei nicht wie gew\u00f6hnt agieren konnte, weil sie nicht (mehr) \u00fcber ausreichende Ressourcen verf\u00fcgte.<\/p>\n<li>\n<p>Es wurde fundamentaler Widerspruch gegen die Weltordnung, f\u00fcr die dieser Gipfel steht, deutlich. Am Freitag wurde der Betrieb im Hafen durch eine einfache Sitzblockade und Demo real durcheinandergebracht. Am Samstag fand eine riesige, linke Demo statt; die gr\u00f6\u00dfte an die ich mich erinnern kann.<\/p>\n<li>\n<p>Es wurde gro\u00dfartige Solidarit\u00e4t demonstriert. Viele Leute in Sankt Pauli und Altona, aber auch \u00fcberall anders in Hamburg haben die Proteste und Aktionen unterst\u00fctzt wo sie nur konnten. Der FC St. Pauli und seine Fanszene haben sich so umfassend und praktisch hinter den Protest gestellt, dass ich pers\u00f6nlich mir nicht vorstellen kann wie es ohne ihn h\u00e4tte funktionieren k\u00f6nnen. Alle Gruppen haben politische und sonstige Widerspr\u00fcche zumindest soweit \u00fcberwunden, dass sie solidarisch und gemeinsam agieren konnten. Es gab wie schon geschrieben ein riesige, gemeinsame Demo.<\/p>\n<p>Ich finde es \u00e4rgerlich, dass vor allem Donnerstag- und Freitagnacht ausgerechnet jene Projekte und Kieze die so essenziell f\u00fcr die Aktionen waren gef\u00e4hrdet und in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ich k\u00f6nnte es gut verstehen wenn Menschen aus Hamburg mir in diesem vierten Punkt nicht zustimmen.<\/p>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich war die letzten Tage in Hamburg bei den Protesten gegen den G20-Gipfel. 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