Worum es geht

Am Rande der Freiheit-statt-Angst-Demonstration wurde eine brutale Festnahme gefilmt und beschäftigt jetzt nicht nur die deutsche Netz-Gesellschaft, sondern mittlerweile auch klassische Medien und Berliner Behörden. Es darf dabei jedoch nicht darum gehen, einzelne Polizisten als „Prügelbullen“ zu verurteilen. „Worum es geht“ weiterlesen

Twitkrit-Kritik

Lange Zeit mochte ich Twitkrit für das Ausbreiten origineller und oft witziger Gedanken, die sich die Autorinnen jedweden Geschlechts zu den besprochenen Microblog-Nachrichten einfallen ließen. Hin und wieder störte mich die allzu bestätigende Bezugnahme auf Rollen und Klischees, die ich ablehne, aber dann kam wieder etwas wie „Nerds auf Partys“ und ich war versöhnt. Zwei aktuelle Texte haben mir den Spaß an Twitkrit aber nachhaltig verdorben. „Twitkrit-Kritik“ weiterlesen

Die Piratenpartei: Kritik, Einblick, Ausblick

Mein Verhältnis zur Piratenpartei ist zwiespältig; ich bin eines der ersten Mitglieder gewesen, jedoch ruht meine Mitgliedschaft beinahe seit Gründung. Zu marktliberal, zu ahnungslos, zu uninteressiert an wichtigen Themen, zu eigennützig scheint die Bewegung. Von einer anderen Politikkultur ist gleich gar nichts zu spüren – wenn die Piratenpartei einmal im Verhalten nicht mit dem politischen Establishment gleichzieht, dann nur aus Mangel an Fähigkeiten. Die Vermarktung des nicht aus sich heraus politische Inhalte transportierenden Namens „Piratenpartei“ findet nicht grundsätzlich anders statt als jene der ebenso inhaltsarmen Etiketten „Grüne“, „Linke”, „SPD“. Das steht dem Selbstverständnis als völlig neue Politikkultur, als Bewegung von Menschen, die sich nicht von Politikern, Polemik und Medien lenken lassen, entgegen. „Die Piratenpartei: Kritik, Einblick, Ausblick“ weiterlesen

Keine Sinnentstellung

Die Piratenpartei hat einen Wahlspot; wie bereits erwartet fiel die Entscheidung auf den urheberrechtlich zumindest für mich als Dogmatiker sehr bedenklichen Film „Klarmachen zum Ändern“. Aber gut, ich will den Streifen ja auch nicht einem Millionenpublikum im größten Fernsehsender Deutschlands zeigen. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass Freunde gepflegter Urheberrechtsverwirrungen für ihr Amüsement nicht mehr auf Wikimedia Commons nach von argentinischen Lehrern in Kroatien angefertigten Photographien in Serbien angebrachter Michael-Jackson-Plakate suchen müssen – mit den Wahlwerbefilmen der Piratenpartei tut sich ein ganz neues Feld auf. „Keine Sinnentstellung“ weiterlesen